Dein Potsdam
Blick auf den Schwielowsee, Foto: PMSG/ Imme Friedrich
Blick auf den Schwielowsee, Foto: PMSG/ Imme Friedrich
Eisenbahnbrücke über das Caputher Gemünde, Foto: PMSG/ Imme Friedrich
Fischotterskulptur an der Baumgartenbrücke, Foto: PMSG/ Imme Friedrich
Schloss Petzow, Foto: PMSG/ Imme Friedrich

Der Schwielowseerundweg – ein Natur- und Kulturerlebnis besonderer Art

Potsdam besticht nicht nur durch sein reiches kulturelles und historisches Erbe, sondern auch durch die malerische Lage inmitten der Havelseenlandschaft. In nur 20 Minuten erreicht man mit dem Rad beispielsweise Caputh, das mit seinem einzigartigen Schloss aus dem 16. Jahrhundert oder dem Einsteinhaus unbedingt einen Ausflug wert ist. Von hier kann man aber auch noch weiter eintauchen in die Natur und die Ruhe z.B. auf einer Wanderung rund um den Schwielowsee.

Die Gänsekeulen mit Rotkohl und Klößen lagen uns noch schwer in den Mägen. So musste Abhilfe geschaffen werden und ein bisschen Bewegung her zwischen den kulinarisch reich gesegneten Feiertagen. Meine Tochter schlug eine Wanderung rund um den Schwielowsee vor. Gefunden hatte sie die Tour in ihrer neuen Wander-App „komoot“. 16 km in etwa dreieinhalb Stunden mit einem mittleren Schwierigkeitsgrad - das müsste für zwei halbwegs sportliche Frauen doch zu schaffen sein. Und das war es!

Wir starteten unsere Tour am Bahnhof Caputh/Schwielowsee. Das GPS erfasste sogleich unseren Standort und lotste uns direkt auf den am Berghang einmündenden Waldweg, wo uns ein würziger Geruch von Erde, Laub und Nadeln in die Nase stieg. Parallel zur Eisenbahnlinie wanderten wir durch den Winterwald und erreichten nach ungefähr 20 Minuten Caputh. Dort kamen wir vorbei an Häusern, die an die Geschichte der Fischerei erinnerten. Normalerweise hätten wir jetzt unseren ersten Stopp eingelegt, denn zahlreiche wassernahe Restaurants und Cafés laden hier zum Verweilen ein. Aber der Corona-Lockdown machte uns einen Strich durch die Rechnung und so nahmen wir ein Schluck Tee aus unserer Thermoskanne und genossen den Anblick der urwüchsigen Wald- und Seenlandschaft.

Das GPS navigierte uns weiter über einen straßenbegleitenden, gut ausgebauten Rad- und Wanderholzsteg. Rechts von uns glitzerte die Mittagssonne im Schwielowsee. Sie begleitete uns bis zum Malerort Ferch, wo wir Buchten mit kleinen Badestellen passierten, die wir uns schon mal für den Sommer vormerkten. Langsam spürten wir die Entschleunigung, die sich durch die Ruhe der Natur auf uns übertrug. Ferch ist vor allem für seine Kunst und Kultur bekannt. Ein Ort der Inspiration – kein Wunder, bei dieser malerischen Einbettung in die Havelseenlandschaft. Unter normalen Umständen sollte man hier das Museum „Havelländische Malerkolonie“ besuchen oder schauen, was das Programm der „Obstkistenbühne“ oder die „Kulturscheune“ bereithält.

Von Ferch, dem westlichsten Punkt unserer Wanderung, ging es weiter gen Osten. Der Ausblick über den Schwielowsee zeigte uns, dass die Seenlandschaft nicht nur ein Paradies für Menschen, sondern auch für Tiere ist. Wir sahen zahlreiche Graureiher, Enten und Schwäne, die ungetrübt von Coronabeschränkungen ihre Freiheit genossen. Entlang des Ufers erreichten wir das wunderschöne Dorf Petzow. Der Ort wurde 1419 erstmals urkundlich erwähnt und gehört seit 1929 offiziell zu Werder. Wenn man durch Petzow spaziert, versteht man sogleich, warum Theodor Fontane von diesem Fleckchen Erde so angetan war. Die besondere Schönheit ergibt sich aus dem Gesamtkunstwerk von Architektur und Naturlandschaft. Die Dorfkirche, das Schloss Petzow, die Gutshofanlage, der Schlosspark – sie alle tragen zu dem idyllischen Dorfensemble bei. Der 15 Hektar große Schlosspark wurde von Peter Joseph Lenné angelegt, die Dorfkirche von Karl Friedrich Schinkel. Wir traten abermals ans Ufer und ließen uns von dem Rundumblick über den See verzaubern. Circa zwei Drittel unserer Tour waren geschafft. Wir ließen das „Waschhaus“ und den fast blendend weißen Ferienpark „Resort Schwielowsee“ hinter uns und gelangten zur B1 über die Baumgartenbrücke nach Geltow. Als Teilstück der Reichstraße 1, heute B1, überspannte ab 1909 die erste stählerne Brücke die Havel. Seit 1910 zieren Tierfiguren an den Bogenenden das östliche Havelufer. Bester Laune und tiefenentspannt überquerten wir schließlich die Eisenbahnbrücke über das Caputher Gemünde. Wie viele Paare sich dort durch mit einem Vorhängeschloss am Geländer verewigt haben, konnte ich nicht zählen, so viele sind es.

Knapp drei Stunden nach unserem Aufbruch erreichten wir wieder unseren Ausgangspunkt. Wer im Anschluss noch Muße hat, sollte noch einen Besuch im Einsteinhaus oder im Schlosspark einplanen.

Auf dem Rundwanderweg taucht man aktiv in die Natur ein, mit kulturellen Entdeckungen am Wegesrand und Abstechern in die spannende Geschichte der Region. Unbedingt empfehlenswert!

Mehr Informationen findest du im Reisemagazin „Werder (Havel) & Schwielowsee“ oder online. Weitere Inspirationen für Ausflüge in Potsdams Nachbarregionen findest du auch in unseren Tourist Informationen.

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Mitarbeiterin Tourist Information, PMSG Potsdam Marketing und Service GmbH
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