Dein Potsdam
Blick vom Krahn auf die Baustelle des Garnisonkirchenturms, Foto: Stiftung Garnisonkirche Potsdam
Baustelle des Garnisonkirchenturms, Foto: Stiftung Garnisonkirche Potsdam
Turm der Seniorenresidenz Heilig-Geist-Park, Foto: PMSG/ Melanie Gey
Nikolaikirche am Alten Markt, Foto: PMSG/ André Stiebitz
Blick von der Nikolaikirche auf die Innenstadt, Foto: PMSG/ Nadine Redlich

Potsdam von oben – Ein neuer Aussichtsturm für Potsdams Mitte

In der 5. Staffel unseres „Dein Potsdam"-Podcast erzählen wir von einem berühmten Bauwerk, das in Potsdams Innenstadt in die Höhe wächst. Diese Podcast-Episode hat mich inspiriert und ich möchte drei berühmte (ehemalige) Kirchenbauten vorstellen – die Heilig-Geist-, Nikolai- und Garnisonkirche. Diese drei barocken Kirchtürme prägten einst die Ansicht der Stadt über die Stadtgrenze hinaus. Kirchtürme sind Höhendominanten und dienen seit jeher auch als Orientierungspunkte für Bewohner und Besucher einer Stadt. Heute bieten sie ihren Besuchern oft eine attraktive Fernsicht.

Seit dem Frühjahr 2019 wird an der Nachbildung des Garnisonkirchturms in Potsdam gearbeitet. Diese Baumaßnahme ist nach der Rekonstruktion des Stadtschlosses, in dem jetzt der Brandenburgische Landtag zuhause ist, dem Museum Barberini und den bereits vorhandenen und geplanten Wohn- und Geschäftshäusern im historischen Gewand – ein weiterer Meilenstein in der Rekonstruktion der historischen Mitte Potsdams.

Ein neuer Aussichtpunkt in Potsdams Mitte

Wenn du heute vom Potsdamer Hauptbahnhof über die Lange Brücke in Richtung Historische Mitte gehst, siehst du einen riesigen Baukran. Einige hundert Meter vom Alten Markt entfernt, wächst seit 2019 ein Turm in knapp 90 Meter Höhe. Die äußere Architektur des Turmes ist eine Rekonstruktion der 1735 errichteten barocken Hof- und Garnisonkirche, einst eine der bedeutendsten barocken Kirchen Norddeutschlands. Sie wurde 1945 kriegszerstört und 1968 gesprengt.

Ab 2022 soll es durch den Wiederaufbau des Turmes der Garnisonkirche in Potsdam einen neuen Aussichtspunkt geben. Das knapp 90 Meter hohe Bauwerk wird über vier Vollgeschosse, 365 Treppenstufen, 69 Türen und einen Fahrstuhl verfügen. Damit wird es auch im Stadtbild wieder eine konkrete Erinnerung an den einstigen berühmten barocken Potsdamer „Dreikirchenblick“ des 18. Jahrhunderts geben. Von der  57 Meter hohen Aussichtsplattform eröffnet sich dann dem Besucher ein Rundumblick! Wir können dann auch von hier aus die außergewöhnliche Wirkung der Landschaftsplanung sehen – Wie die Sichtachsen, der von Gartenarchitekten gestalteten Havellandschaft am Standort der Garnisonkirche zusammen treffen. Die einmalige Verbindung von Bauwerken und Gartenkunst… aber das ist noch Zukunftsmusik. Im Moment wird fleißig Stein für Stein gemauert. 2,3 Millionen Ziegelsteine stehen dafür zur Verfügung.

Vom höchsten Gebäude der Stadt 

Dieses Panorama von oben können wir uns im Moment nur vorstellen, während ein Aussichtspunkt von der ehemaligen Heilig-Geist-Kirche – ein weiterer Teil der berühmten Silhouette – schon möglich ist. Am idyllischen Ufer der Havel, gegenüber den gepflegten Grünanlagen der Freundschaftsinsel, befinden wir uns im Ursprungsgebiet der Stadt Potsdam. Einst war hier der Standort der 1728 im holländischen Stil erbauten Heilig-Geist-Kirche. Im Zeiten Weltkrieg ausgebrannt, ereilte die Kirche das gleiche Schicksal wie die Garnisonkirche: Abriss und Sprengung. Seit 1998  steht hier die Seniorenresidenz Heilig-Geist-Park. Der Wohnturm der Anlage ragt mit der metallenen Spitze bis in 84 Meter in die Höhe und erinnert an den ehemaligen Kirchturm. Es ist damit das höchste Gebäude der Stadt. Eine schöne Überraschung befindet sich im 12. Obergeschoss: Ein Turmcafé! Bei Kaffee und Kuchen können im Moment nur die Bewohner der Seniorenresidenz von hier bei guten Sichtverhältnissen den idyllischen Blick über Potsdam bis nach Berlin-Spandau genießen.

Ein Blick vom imposanten Kuppeldach

Die Nikolaikirche in Potsdam am Alten Markt ist ein weiterer Teil der zentralen Sichtachse der barocken Kirchen-Stadtansicht. Eine begehbare Aussichtsplattform in 42 Metern Höhe ermöglicht heute Besuchern einen atemberaubenden Panoramablick über die Stadt. Hier befindest du dich unterhalb des imposanten Kuppeldaches der Kirche. Von unten aus sehen die vier Engelsfiguren der Nikolaikirche klein und filigran aus. Doch durch den Perspektivenwechsel auf Augenhöhe auf der Plattform staunen wir über die gewaltige Größe von 2,80 Meter jeder Figur. Sie scheinen von hier aus über die Geschicke der Menschen zu wachen. Ein schöner Gedanke und dazu ein zauberhaftes Fotomotiv!

Du möchtest vor deiner Reise nach Potsdam einen digitalen Blick in die Stadt werfen? Der 360 Grad-Stadtspaziergang der PMSG Potsdam Marketing und Service GmbH macht es möglich. Immer mittwochs um 17 Uhr führt ein Guide virtuell vom Alten Markt über den Stadtkanal durch die Brandenburger Straße bis zum Holländischen Viertel. Er spricht über markante Sehenswürdigkeiten wie die Nikolaikirche oder das Museum Barberini und gibt kurzweilige Einblicke in die Geschichte der Stadt – ganz so, als wärst du live vor Ort und würdest durch die Stadt geführt werden.

Für deinen Besuch gelten die aktuellen Hygiene- und Abstandsregeln. Bitte beachte, dass alle veröffentlichten Informationen, Veranstaltungen sowie Öffnungszeiten unter Vorbehalt stehen. Bei Fragen wende dich gern an unser Service Center – telefonisch unter +49 (0)331 2755 88 99 oder per E-Mail an info@potsdamtourismus.de.

Hier schreibt ...


Mitarbeiterin Contentredaktion, PMSG Potsdam Marketing und Service GmbH

Die schönsten Aussichten auf Potsdam – Panorama Radtour

Die Panorama Radtour führt zu den schönsten Aussichten Potsdams und lässt historische Sichtachsen entdecken. Sie folgt den Spuren Peter Joseph Lennés, der als königlicher Gartendirektor maßgeblich die Potsdamer Gartenlandschaft prägte und führt durch den Park Babelsberg, der die landschaftsarchitektonische Handschrift von Hermann Fürst von Pückler-Muskau trägt. Während der Tour stellen sich Sichtbeziehungen her, die eine lange Historie haben und eng mit der Stadtgeschichte verknüpft sind. Die Hohenzollern und ihre Gartenarchitekten sorgten für die bewusste Inszenierung von Sichtachsen, um die Blicke des Betrachters auf herausragende Gebäude oder Kunstwerke zu lenken und so die Wahrzeichen der Stadt herausstechen zu lassen.
360° city view